12.10.07 - 05.11.07
Wir sind seit ueber einer Woche in Rumaenien. Es regnet immer noch viel und wir goennen uns oefter 'mal ein Zimmer. Auch werden wir oft von den Rumaenen eingeladen in ihren Haeusern zu schlafen. Einmal haben wir das schon angenommen.
Auf dem Land wird einem die krasse Armut dieses Landes deutlich vor Augen gefuehrt. Trotzdem sind die Rumaenen kein Jammervolk. Ihre Redseligkeit und Aufgeschlossenheit ist enorm und kann von Zeit zu Zeit auch 'mal anstrengend werden. Vor allem wenn sie nicht glauben wollen, dass man wirklich nur ein paar Brocken rumaenisch versteht. Da rumaenisch eine lateinische Sprache ist, kann man viel vom spanischen herleiten, was uns die Sache sehr erleichtert.
Hunde sind hier eher Nutztiere, oder eine Plage und so wird auch der Fridolin oefter mal mit einem Fusstritt verscheucht.
Gott sei Dank erging es ihm bisher noch nicht wie jenem Hund, der gestern vor unseren Augen ueber eine 2,50m hohe Mauer aus einem Polizeirevier geworfen wurde und dann jaulend auf dem Ruecken landete.
Und auch ist Friedel noch zu keinem dieser wiederlichen Hunde-Kadaver geworden, die einen hier alle paar Kilometer vom Strassenrand her, mit ihren halbverwesten Fratzen anstarren.
Die Kaelte macht uns allen zu schaffen. Da aber der Friedel sich diese Art zu reisen nicht selbst ausgesucht hat, bekommt er immer als erster eine Waermflasche unter seine Decke gesteckt.
Wir schwanken taeglich vom Hoch ins Tief und wieder ins Hoch. Oft sind wir kurz vor dem Sprung auf einen Donaufrachter, nur ist meistens dann keiner vor Anker. Auch eine hier verlaufende Eisenbahnlinie ist verlockend. Aber die Freude an dieser Reise durch eine vergangen geglaubte Welt treibt uns immer weiter und laesst einen vor Kaelte starren Ruecken und eine permanent laufende Nase schnell wieder vergessen.
Bis ans schwarze Meer sind's noch knapp 600km, was in zwei Wochen gemuetlichen radelns gut zu schaffen sein muesste. Wenn's denn gemuetlich wird!?