CUBA libre?

MENSCHEN MACHT MUSIK

Dia-Audio-Vision von Bruno Maul



Zusammen mit Tontechniker Martin Treppesch reiste der allgäuer Fotograf
Bruno Maul per Fahrrad, Bus und Bahn quer durch Kuba und fand den Kontakt zu jungen kubanischen Musikern. Entstanden ist eine packende und unerschrockene Dia-Show der etwas anderen Art.

Sein überzeugendes Debüt mit „CUBA libre? MENSCHEM MACHT MUSIK“ gab er in der Münchner Muffathalle bei der bekannten Vortragsreihe „Abenteuer Erde“ von Michael Martin.

Kuba hat so viel mehr zu bieten als nur das Kuba-Klischee, wie wir es aus
"Buena Vista Social Club" und den Katalogen der Reiseveranstalter kennen.

Kaum ein junger Kubaner hört heute noch die alten Volkslieder, die in den
letzten Jahren bei uns wieder vermarktet wurden.

Auf ihrer Suche nach jungen Künstlern und Musikern dieser Karibik-Insel,
stießen Bruno Maul und Martin Treppesch auf verschiedenste Stilrichtungen: von Salsa bis Hip-Hop, von Heavy Metal bis Reggae. Aber auch junge Studenten klassischer Musik wurden abgelichtet und aufgenommen.

Bruno Mauls Reportage erzählt humorvoll von engagierten Musikern und der typisch kubanischen Lebensfreude, die über manches Fiasko, wie z.B. eine Klarinette, die beim Spielen auseinander fiel, hinweghalf.

Aber was sind schon die Problemchen defekter Musikinstrumente im Vergleich zu den schwierigen Lebensumständen der jungen Kubaner?

Fast jeder der Rastafaris aus den Reggae Bands saß schon für
mehrere Jahre unter übelsten Bedingungen im Gefängnis, aufgrund einer anderen politischen Meinung oder einfach nur wegen "unbequemer" Gedanken.

Sensibel zeichnet Bruno Maul das Bild der Jugend im ständigen Zwiespalt aus sozialistischer Lebensfreude und Perspektivlosigkeit. Und er kommt zu dem Schluss:
MENSCHEN MACHT MUSIK!

Wagen Sie den Blick hinter die Kulissen des modernen Kubas und lassen Sie sich mitreißen von den heißen Rhythmen der jungen Musiker, die Bruno Maul und Martin Treppesch live vor Ort aufgenommen haben.

 

 

Die Idee...

...ist es, Kuba einmal von der anderen musikalischen Seite zu beleuchten.
Tontechniker Martin Treppesch sorgt für die Tonaufnahmen und Bruno Maul für die Fotografie.
Im Gepäck nur das allernötigste Aufnahmeequipment. Die kubaische Technik und die Instrumente sorgen für den nötigen Nervenkitzel!

 

 

Die Suche...

...nach den Musikern führte uns in Hinterhöfe und Proberäume.

 

 

Nicht ganz nebenbei...

...erfuhren wir durch die Musiker so einiges über Land und Leute.
Von Revolutionsbegeisterung bis zur politischen Verfolgung.

 

 

Der "Invento Cubano"...

...bezeichnet das Improvisationstalent der Kubaner.

Geräte vom Rasenmäher bis zur Lötpistole und Berufe wie der des Feuerzeugmechanikers, werden aufgrund des wirtschaftlichen Mangels von den Kubanern selbst geschaffen.

 

CUBA-2010

Im Juni-Juli 2010 entstanden auf der 3. Kuba-Reise neue Bilder, neue Geschichten kamen zu Tage, und auch neue Musik konnte eingefangen werden.

Was hat sich in den fünf Jahren, seit 2005, verändert???

 

Die Staatlichen Stromsparmaßnahmen seien abgeschafft worden und so gibt's jetzt fast auf der ganzen Insel Strom rund um die Uhr. Was z.B. auch eine Vorratshaltung im Gefrierschrank möglich mache. 

Fidel Castro Ruz lässt sich im Juli 2010 nach vielen Jahren wieder persönlich im staatlichen Fernsehen blicken und tut unter anderem seine Meinung und seine Ansichten über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran kund. Seine Stimme dringt wärend der Übertragung aus fast jedem Fernsehgerät heraus auf die Straßen Kubas.

Seit einigen Jahren sei auch auf Kuba der Klimawandel zu spüren, das erzählte mir Landwirt Juan-Bautista, was sich durch weniger Niederschläge und längere Trockenzeiten bemerkbar mache.

Die staatlichen Lebensmittelrationen seien zum Teil gekürzt worden, Reis sogar um die Hälfte, Zucker müsse selbst auf dieser Zuckerrohr-Insel gesucht werden und viele andere Produkte sind nur noch über den begehrten CUC (den pseudo US-Dollar) zu erhalten, welcher aber nicht vom Staat an die Bevölkerung ausbezahlt wird.

Das Handelsembargo tut immer noch seine Wirkung...

 

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