Türkei

25.12.07 - 14.01.08

Türkische Mittelmeerküste und Kappadokien

Die Suche nach einem Schiff endete wiedermal mit dem gleichen Resultat: falscher Ort - falsche Zeit

Wir zogen erfolglos, aber dafür mit einem riesigem Benzinheitzer im Gepaeck vom Hafen. Dieses Monstrum schenkte uns ein griechischer Segler, da er meinte, dass Waerme wohl das sei, was wir am ehesten brauchen koennten.

Mit dem Bus fuhren wir von Istanbul nach Alanya. Und was erwartete uns dort: REGEN...!

Nachdem der emotionale Tiefpunkt überwunden war und die haesslichen Touribunker hinter uns lagen, klaerte sich der Himmel wieder auf. Sowohl mit unserer Stimmung als auch auf der Küstenstrasse ging es steil bergauf. Einige Tage radelten wir im Schneckentempo bergauf, bergab durch einsame Kieferwaelder, Bananenplantagen und Doerfer, in denen wir wiedermal die Attraktion des Jahres waren.

Voellig fremd war uns die Schüchternheit der Menschen. Hinter den Fenstern und Hausecken spitzelten neugierige Augen hervor. Da muss dann schon eine resolute, alte Türkin kommen, die grad herausfragt, was wir denn da vorhaben, damit die anderen hervorkommen und ins unglaubige Kopfschütteln miteinstimmen koennen.

Unser Ziel dieser Radeletappe: Tasucu - dort gibt es eine Faehre nach Zypern.

Unserem Plan von Zypern wurde aber sehr schnell ein Strich durch die Rechnung gezogen. Wir haetten zwar mit Hund auf Zypern fahren koennen, aber dort waer Fridolin direkt für 3 Monate in Quarantaene gewandert.

Nun standen wir vor einer sehr schwierigen Entscheidung, wie es weitergehen solle. Nach langem Recherchieren im Internet und Absprache mit Ralf (für alle, die nicht vertraut sind mit diesen komplizierten Hundeverhaeltnissen: Ralf ist der Besitzer von Fridolin und derzeit in Aegypten) kamen wir zum Entschluss, dass Fridolin mit Bruno nach Deutschland gehen wird, da alle weiteren Grenzüberquerungen ausserhalb der EU immer mit Quarantaene verbunden bzw. ohne aktuelles amtstieraerztliches Zeugnis unmoeglich waeren.

Nachdem dieser Entschluss einigermassen verdaut war, packten wir unsere Seesaecke und fuhren mit dem Bus nach Zentralanatolien in die Region Kappadokien. Beschrieben wird diese Region so:

 

Der Anblick von Kappadokien übertrifft die

kühnsten Vorstellungen des Betrachters...

er glaubt, zu traeumen!

 

Wir koennen diese Aussage nur bestaetigen. 3 Tage lang hatschten wir durch die verschneiten Taeler, in denen bizarre Felsformen hervorragen und krochen durch die Hoehlen, die in das Tuffgestein gemeiselt sind.

Wunderbar und sehr abwechslungsreich war die Zeit in der Türkei, aber nun heisst es Abschied nehmen von unserem treuen Reisegefaehrten Fridolin. Bruno wird für eine Vortragsreihe unsere Heimat aufsuchen, waehrend ich mit dem Fahrrad Zypern erkunden werde.

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